Marionettentheater: Noch viele offene Fragen

Bereits in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Familie, Tourismus, Sport und Kultur am 21.3.2017 hatte die BGM-Fraktion kritisch hinterfragt, ob nach der Kündigung der „Holzköppe“ eine Ausschreibung der Theaterbühne im Steinauer Marstall erfolgt sei und wie mit weiteren Bewerbern aus der Kulturszene im Hinblick auf ein Auswahlverfahren umgegangen wird. Vor diesem Hintergrund ist es nicht nachvollziehbar, warum beispielsweise Einheimische wie Dieter Sinsel (www.eulenspiegel-steinau.de) ihr eingereichtes Konzept am vergangenen Dienstag nicht vorstellen durften.

Mit Blick auf die erst 2013 erfolgten Sanierungsarbeiten  im Marionettentheater und damit verbundene Kosten in Höhe von mehr als 700.000 Euro wurde auch nachgefragt, welche weiteren Umbaumaßnahmen für die neue Nutzung noch nötig werden. Mit der Beschlussvorlage für Sondersitzung der Stadtverordneten am Mittwoch wurde jedoch nur der kurzfristige Investionsbedarf für den Umbau des Eingangsbereichs und die Kosten für Werbemaßnahmen in Höhe von 35.000 Euro vorgelegt. Welche finanziellen Mittel mittelfristig beispielsweise für den Umbau des Bühnenbereichs notwendig sein werden, ist noch völlig offen, obwohl der Mietvertrag über 5 Jahre abgeschlossen werden soll.

Sollte es zu keiner Einigung zwischen Familie Magersuppe und der Stadtverwaltung in der mittlerweile eskalierten „Stuhlfrage“ kommen, dürfte auch der Zeitplan für die Eröffnung durch das Theatrium Dresden Ende Mai/Anfang Juni ins Wanken geraten. Der kurzfristig während der Stadtverordnetenversammlung entstandene Plan B, weitere 10.000 Euro für den Kauf neuer Stühle bereitzustellen ist nicht nur aus finanzieller Sicht ärgerlich, sondern wird auch in so kurzer Zeit nicht realisierbar sein. Außerdem vermissen wir hier den wirtschaftlichen Sachverstand, denn die Summe dürfte kaum ausreichen, wenn man bedenkt das Familie Magersuppe bereits 43.918,50 DM für damals erworbene Bestuhlung bezahlt hat.

Außerdem könnten die fehlenden Regelungen des Vertragsentwurfs im Hinblick auf die Drittnutzung des Gebäudes zu weiteren Problemen führen, denn so sind die ursprünglich geplanten Gastauftritte der „Holzköppe“ nicht sichergestellt und auch die Nutzung für kulturelle Veranstaltungen der Stadt hängt vom guten Willen der neuen Betreiber ab.

Ob es Bürgermeister Uffeln gelingt, seine immer wieder ins Gespräch gebrachte Theorie der privaten (Teil-)Kulturfinanzierung auch in die Praxis umzusetzen, ist bislang nicht absehbar.

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Vortrag am 26. Februar 2016 in Ulmbach | Archäologisches Spessartprojekt

 

Quelle: Vortrag am 26. Februar 2016 in Ulmbach | Archäologisches Spessartprojekt

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Dörfliche Kultur ganz stark!

Steinaus Kultur lebt, das war am 08.01.2016 einmal mehr beim FV Bellings bzw. dem Förderverein Haselstürmer e. V. zu sehen.

Die Veranstaltung im Vereinsheim des FV Bellings mit dem Laientheater aus Züntersbach war ein voller Erfolg. Innerhalb weniger Stunden war die Veranstaltung bereits ausverkauft. So soll es sein! Auch der kulturelle Austausch zwischen den Dörfern funktioniert: Theatergruppe aus Züntersbach, Gäste aus dem gesamten Stadtgebiet ja sogar eine Gruppe aus Freiensteinau. Natürlich wollten wir uns das auch nicht entgehen lassen und fanden uns im Sportlerheim zum Theaterstück “ MuscheldieKuschel“ ein.

Die Steinauer Vereine leisten das ganze Jahr über eine großartige Arbeit. Sie sind nicht nur in ihrem Kerngeschäft aktiv, sondern engagieren  sich auch darüberhinaus und bieten ein breites Programm. Die Ehrenamtlichen leisten hiermit einen wichtigen Beitrag zur Steinauer Kultur: Kultur von Bürgern für Bürger.  Da darf man die Stunden für die freiwillig geleisteten Arbeiten, um eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen, auch ruhig mal lobenswert erwähnen. Ausserdem herrscht hier ein großartiges Gespür für das, was ankommt.

 

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